Reise nach Rom – Tag III: Mittwoch

Die Glieder ächzten zwar schon etwas, aber wir hatten ja noch einiges vor uns. Zum Beispiel Kolosseum und Foren, die wir eigentlich für einen halben Tag angesetzt haben (höre ich da irgendwo spöttisches Kichern?). Also los zum Kolosseum.

Zuerst ging es allerdings zur Kirche San Clemente al Laterano, eine Art Schichttortenkirche. Der obere Teil stammt aus dem 12. Jahrhundert, darunter befinden sich Reste einer frühchristlichen Kirche und noch darunterer die ursprüngliche kaiserzeitliche Wohnbebauung, von der ein Teil zu einem Mithrasheiligtum umgewandelt wurde. Sehr spannend und unbedingt zu empfehlen!

Bevor wir dann wirklcih ins Kolosseum gingen, kletterten wir noch kurz auf den benachbarten Hügelrand, wo die Trajansthrermen und vor allem die Domus Aurea (Palast des Kaisers Nero, leider nicht zu besichtigen und komplett abgesperrt, aus gutem Grund) stehen.

Dann hinein ins Kolosseum und den Koloss auf mehreren Etagen umrundet – in der oberen Etage ist übrigens noch eine kleine Ausstellung über die Domus Aurea, mit interessanten Rekonstruktionsbildern. Von dort ging es zum Palatin, wo die kaiserlichen Paläste standen. Zunächst kamen wir zur Domus Flavia (flavische Kaiser), dann zum Palatin-Museum (Büsten und Statuen sowie ein Raum zur vorrepublikanischen Bebauung mit Rundhäusern). Danach kamen dann das Haus des Augustus und der Livia (letzeres war nicht zu besichtigen, im Haus des Augustus gibt es erhaltene Wandfresken, man muss aber Schlange stehen, weil immer nur wenige Leute gleichzeitig hereingelassen werden, das Anstehen lohnt sich aber).

Zuletzt ging es dann den Hügel wieder hinab in Richtung der Foren, wobei man recht lange braucht, bis man an vielen Tempeln vorbei zu den eigentlichen Foren, dem Forum Romanum und den Kaiserforen, gelangt. Da war es dann auch pünktlich kurz vor fünf und die Gäste wurden hinauskomplimentiert.

Trotz platter Füße – das Museum in den Trajansmärkten liegt direkt nahebei und hat bis 19 Uhr geöffnet. Also nahmen wir das dann auch noch mit. Es ist ein deutlich moderneres Museum, in den Gewölben des „Kaufhauses“ aus der Zeit Kaiser Trajans. Die Ausstellung zeigt Interessantes zur Entstehung und Austattung des Caesar- und des Augustus-Forums, allerdings wiederum praktisch nur Teile von Statuen und Säulen und keine Kleinfunde.

Und danach waren die Füße endgültig megaplatt. Es ist ja schon so gemeint, dass man Colosseum, Palatin und Foren an einem Tag machen soll – der Eintritt gilt für alles zusammen – aber schon dieser Teil ist extrem anspruchsvoll, auch für den nicht so intensiven Betrachter….

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