Ein Jahr Lunula!

Und nun muss ich es Borre nachtun und meinen ersten Geburtstag offiziell begehen.
Den Anstoß hat natürlich Borre gegeben, als er vor über einem Jahr spontan ein Frühmittelalter-Blog begann. Da lernte ich im Schnellverfahren, was ein Blog ist, wie das geht und dass man es prima für das Beschreiben von abseitigen Hobbies verwenden kann. Und da ich nicht ewig nur in den Kommentarrubriken anderer Leute mein Leben fristen wollte, machte ich einfach selber eins auf. War auch ganz einfach.
Es ist erstaunlich, aber die Kunstfigur Lunula hat irgendwie ein Eigenleben entwickelt und ist aus meinem eigenen Leben kaum mehr wegzudenken. Das ist besonders deshalb bemerkenswert, weil ich natürlich im Wirklichen Leben (Personalausweis und so) ganz anders heiße, aber auch die frühmittelalterliche Gestalt, die ich darstelle, hat einen anderen Namen. Diese Dame hat allerdings noch kaum wirklich Gestalt angenommen. Dafür aber Lunula. Hm. Lustig.

Bis vor kurzem war ich noch der Auffassung, dass Borre der erste Reenactor war und ich die erste Reenactress, die zumindest im deutschsprachigen Raum darauf kamen, ein Frühmittelalter-Themenblog aufzumachen. Andere, wie Ceadh oder Herr Nesges, haben später damit angefangen. Nunmehr muss ich aber grün vor Neid neidlos zugeben, dass Avhaline uns um einige Tage zuvorgekommen ist. Ich bin also noch nicht einmal die erste Frau, die… naja, seis drum. Eigentlich können wir gar nicht viele genug sein.

Und als selbst aktive Bloggerin, da geht es mir wie Borre, betrachte ich interessiert und zuweilen (selten) auch genervt die verschiedenen Konflikte, Kriege, Fehden und Kabbeleien, die sich in der Blogosphäre so abspielen. Sowie die feinen Hierarchien, die sich da auftun. Themenblog zum Beispiel ist irgendwie gut (jaa, Meine Lebende Geschichte ist ein Themenblog!) aber über Juristerei zu themenbloggen ist irgendwie höher angesehen als über Handarbeiten. Ist das hier ein Handarbeitsblog? Naja, irgendwie schon. Aber ich bin trotzdem stolz drauf.

Wie Frau Dantesmuse so zitierfähig sagte: Die Vergangenheit geht auch in Zukunft weiter!

7 Gedanken zu „Ein Jahr Lunula!“

  1. Na dann … … auch Ihnen, werte Lunula, die allerherzlichsten Glückwünsche. Und ich muss anmerken: Als Anwalt einen Blog über Recht zu machen ist nicht so schwer, wie einen Blog über Handarbeiten, die man eben nicht studiert hat, sondern sich mühsam beibiegen muss. Also nicht „aber“, sondern „und deswegen“ stolz drauf sein – gerade, weil die Literatur zum Thema ja furchtbar spärlich gesät ist.

    Und vielen Dank für das nette Zitieren – ich werd‘ ja noch rot! Aber schön, dass auch hier die Vergangenheit weitergeht – gerade jetzt, wo die Saison wieder begonnen hat und es noch so viel zu entdecken und erfahren gibt. Ich bin gespannt.

    1. Sie haben vollkommen recht, Frau Muse – lasst uns stolz auf unsere Handarbeitsblogs sein. (Irgendwie ist der Bericht vom Bau eines Wikingerzelts ja auch so was wie Handarbeit…)
      Danke für die Gratulation und weiter viel Spaß mit der Vergangenheit!

    2. Multikulti Ich glaube, Herr Borre meinte damit, dass sich alle von mir erwähnten Reenactment-BloggerInnen treffen, die ja nicht alle die gleiche Epoche darstellen, sondern verschiedene Zeiten von Römerzeit bis Hochmittelalter (oder habe ich sogar ein Spätmittelalter übersehen?)
      Das bringt uns zu der Überlegung, wo denn wohl die geografische Mitte zwischen Berlin, Hannover, Köln, Trier, Rottweil und Wien liegen mag…?

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