Nadelbindertreffen

Am vergangenen Wochenende fand im Homberg/Efze (das ist bei Wabern in Hessen) das erste Nadelbindertreffen der deutschen Nadlebindungs-Mailingliste statt.
Hier ein kleiner Eindruck vom „Nadelfest“ am Samstag abend. Gewandete aus verschiedenen Epochen (3. bis 21. Jh. n. Chr.) tanzen einen mittelalterlichen Rundtanz im großen Saal des evangelischen (daher die Gesangbücher links im Hintergrund) Gästehauses. Auf der rechten Seite ist die Pinwand mt den Informationen und Mustern zum Nadelbinden zu sehen.

Die beiden rot-gelb-blau gewandeten Leute links im Bild sind die Gruppe Rittersporn, die für die Live-Mittelaltermusik sorgte. Sehr zu empfehlen!

Fazit des Wochenendes: Es war klasse! Ich habe mich selten mit so vielen mir vorher unbekannten Leuten so wohl gefühlt. Bittebitte nächstes Jahr wieder!

8 Gedanken zu „Nadelbindertreffen“

  1. na so was was macht frau denn bei so einem treffen, zusammen binden und tanzen? was mögen das für leute sein, die dem nadelbinden frönen.? ich kenn ja nur ein, die ist auch total nett, aber vorstellen kann ich so ein treffen kaum. wie viele wart ihr denn?
    liebe grüße
    blogmuffel

    1. na ja …im Prinzip macht frau genau das, womit zu rechnen war: Nadelbinden. Es waren in wechselnder Besetzung 12 bis 14 Leute, in Grüppchen zeigten die Erfahreneren den Anfängerinnen, wie es geht, oder wir grübelden gemeinsam über verschiedenen Anleitungen.
      Zwichendurch taten wir auch vieles Andere: Nadeln aus Holz schnitzen, Handspindeln bauen, mit Handspindeln spinnen, es wurden noch andere alte Techniken (Loop Braiding, Sprang) vorgeführt, und nebenher erzählten wir uns gegenseitig Schwänke aus dem Leben (auch aus dem 3. bis 21. Jahrhundert). Samstag abend gab es dann ein Fest mit selbstgekochtem Essen, Musik und Tanz. Und auch beim Fest saßen immer einige am Tisch und nadelten vergnügt vor sich hin….
      was ist denn da schwer vorzustellen?
      Und: Wer nimmt daran teil? Zum Teil Reenactresses, zum Teil Handarbeitsfreaks. Aber vergiss alle Deine Vorurteile über Frauen, die gerne Handarbeiten machen. Lauter nette leute.

    1. Loop Braiding …ist eine Technik zum Flechten (braiding) von Schnüren bzw. Kordeln mit Hilfe von Schlaufen (loops) die über die Finger gezogen werden. Beliebt seit dem Hochmittelalter, fürs Frühmittelalter habe ich noch keinen Beleg gefunden.
      Ich hab in Homberg auch nicht aufgepasst, daher kann ich es jetzt nicht. Aber bei http://www.flinkhand.de gibt es eine Anleitung unter dem Stichwort „Kordeln“.
      Und nein, es tut nicht weh, außer im Herzen, wenn man zwischendurch loslässt, dann kann man nämlich wieder von vorne anfangen 😉

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