Nadelbinden – wie es weiterging (also Teil 2)

Von der Mütze zum Kaffeewärmer

Nun hatte ich bei einer netten Frau auf einem Ökomarkt Wolle erworben, die handgesponnen, handgezwirnt und mit Birkenblättern wunderbar handgefärbt war (ein schönes Goldgelb). Dann mit großer Begeisterung eine Mütze genadelbindet, die Borre zum Geburtstag kriegen sollte.

Und natürlich habe ich sie brav ein bisschen zu groß gemacht, das steht nämlich in allen Anleitungen. Nadelbindesachen sollten immer gefilzt werden, das macht sie wetterbeständiger, formbeständiger und gleichmäßiger. Und dabei gehen sie noch ein wenig ein. So weit die Theorie.

Die Praxis sieht so aus. Man beachte vor allem die schöne Form, am unteren Ende wird es etwas gerader, damit die Mütze sich schön um den Kopf schmiegt:

Nach dem Filzen war die Mütze leider eher größer geworden als kleiner, und was noch schlimmer ist, sie hat einiges an Form verloren und läuft jetzt nach unten weit aus, so dass sie um den Kopf rum nicht mehr anliegt.

Lasst Euch bei Gelegenheit mal von Borre erklären, was ein tea cosy ist. Seufz.

Nachtrag: Die nette Frau vom Ökomarkt meinte, es könne daran liegen, dass die Wolle bereits beim Färben mal in (fast) kochendem Wasser gelegen habe und deshalb nicht mehr einläuft. Aber warum hat sich das Ding nur so verformt???

(to be continued)