Bio oder Öko?

„Damals in den alten Zeiten“ war Bio und Öko eigenlich das gleiche. Man kaufte (ggf. !!!) im funzeligen Bioladen weitgehend regional erzeugtes Zeugs aus kontrolliert biologischem Anbau und brachte seine Tasche mit oder bekam, wenn man die etwas verhungert muffelige Verkäuferin treudoof ansah, eine Papiertüte. „Slowfood“ war auch noch nicht erfunden.

Heute ist der Bio-Supermarkt direkt am Bahnhof. Nicht muffelig und funzelig sondern schön strahlendhell und chlorodontiert wie ein Atomkraftwerk. Naja, EU-Bio-Produkte dürfen auch 5 % Non-Bio sein und 0,9 % Genprodukte dürfen auch drin sein. Naja. Hartz-IV-ler scheinen da auch nicht einzukaufen. Naja.

Aber was mir einen Betonkloß im Magen bereitet: Das Futter ist zwar EU-Bio, aber eingedost und plastikverkleidet wie in den seeligen 70ern. Und produziert in Spanien, Ägypten und wer-weiß-sonst-noch-wo-wieviele-Düsenflugzeugflüge entfernt. Jahreszeitenunabhängig verfügbar.

EU-Bio, aber nicht Öko.

2 Gedanken zu „Bio oder Öko?“

  1. nichts mehr so wie früher *schnief* Ja. ärgert mich auch schon lange. Und versuch mal ungesüsste Hagenbuttenmark zu kriegen. Gibt es einfach nicht.

    Aber der Knaller war ja die Gerste, die sich dann als minderwertiger Futterweizen entpuppte.

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