Saxbau

Bereits vor genau einem Jahr habe ich in Schleswig eine große Saxklinge gekauft. Fast ein Jahr lang lag sie bei mir herum, wurde gelegentlich interessierten oder weniger interessierten Bekannten gezeigt, aber es geschah nichts weiter. Ich traute mich nicht recht an die Sache ran und Material für den Griff hatte ich auch nicht.

Bei einem (nicht gewandeten) Ausflug auf den Markt von Schloss Burg fielen mir dann zwei große und schöne Geweihstücke in die Hände und ein Jahr Reifezeit für die Klinge war ja auch wahrlich genug.

Ein freundlicher Mitwikinger (selbst Schmied und Messerbauer) half mir mit einem 6 mm Drillbohrer für das Angelloch praktisch und moralisch über die erste Klippe. Mit dem Bohrer und diversen Feilen werkelte ich, bis die Angel passte. Da das Angelloch an der Öffnung beim Feilen und Bohren zwangsläufig weiter wird als die Angel, beschlossen wir, aus ästhetischen Gründen noch ein Stück Birkenholz anzusetzen:

Klinge (abgeklebt), Geweih und Birkenholz (genau auf die Angel passend):


Das ganze zusammengesteckt:


Mit grob abgeraspeltem Griff:


Richtig authentisch wäre es, die Angel mit Holzkeilen und Birkenpech zu befestigen. Verkeilen geht schlecht, da das Birkenholz im Weg ist – und Birkenpech? Ich habe zwar welches aus Düppel da, aber mich graut es sehr davor, dass die Klinge (scharf!) wie ein Bumerang ab geht. Die Alternative ist Uhu Plus Endfest…..

Beim Festwerden des Klebers:


Am Schluss dann schleifen, polieren und ölen….

Die fertige Sax! Hurra!


3 Gedanken zu „Saxbau“

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