1 Jahr Borre (et „Le Poison“)

Hallo Allerseits,

auch ich will es nicht versäumen, meinen ersten Blog-Geburtstag zu feiern. Ich hoffe, einigen von Euch manchmal mit lustigen und interessanten Beiträgen eine Freude gemacht zu haben. Es wäre mir eine Ehre.

Mir macht es immer noch soviel Spaß wie am Anfang. Ich habe meistens keine Probleme mit den „wichtigen“ Autorenbloggern, Bloggerkriegen, Sexbloggern, Sexbloghassern, Fakern, mutmaßlichen Spaßbremsen und sonstigen Wichtigtuern wie auch ich es manchmal bin, denn sonst würde ich ja kein Blog schreiben. :-)) Ein „Themenblog“ hat für mich den großen Vorteil, dass ich nicht so schnell in Gefahr komme, die Wichtigkeit meines Seelchens laufend in der Öffentlichkeit auspressen zu wollen wie eine Zitrone (sehr frei nach Baudelaire).

Vor Kurzem schrieb mir eine freundliche Bloggerin:

„Wofür ich mich allerdings immer begeistern kann, das sind die Erzählungen von Leuten, die eine Passion haben, die mit Leidenschaft einem Hobby nachgehen. Zudiesen zähle ich Sie und deshalb lese ich bei Ihnen.“

Passion„! Dieses schmeichelhafte Wort hatte ich ja noch nie für mich benutzt. Dazu und zu dem „wie Zitronen pressen“-Vergleich fällt mir immer Baudelaire ein. Bitteschön, ein Gedicht aus den Fleur du Mal (Die Blumen des Bösen) von Charles Baudelaire:


Le Poison

Le vin sait revêtir le plus sordide bouge
D’un luxe miraculeux,
Et fait surgir plus d’un portique fabuleux
Dans l’or de sa vapeur rouge,
Comme un soleil couchant dans un ciel nébuleux.

L’opium agrandit ce qui n’a pas de bornes,
Allonge l’illimité,
Approfondit le temps, creuse la volupté,
Et de plaisirs noirs et mornes
Remplit l’âme au delà de sa capacité.

Tout cela ne vaut pas le poison qui découle
De tes yeux, de tes yeux verts,
Lacs où mon âme tremble et se voit à l’envers…
Mes songes viennent en foule
Pour se désaltérer à ces gouffres amers.

Tout cela ne vaut pas le terrible prodige
De ta salive qui mord,
Qui plonge dans l’oubli mon âme sans remords,
Et charriant le vertige,
La roule défaillante aux rives de la mort!


Viele Grüße
Borre

P.S.: Ähm, mein Franzeesch ist eigentlich nicht gerade das Beste. Leider habe ich bisher keine (freie?) deutsche Übersetzung im Internet gefunden.

Ein Gedanke zu „1 Jahr Borre (et „Le Poison“)“

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