Die Schlacht von Worringen 2004

In der Schlacht von Worringen im Jahre A.D. 1288 befreite sich, wie man sich erzählt, das tapfere Bürgertum von Cölln vom Joche des Erzbischofs. Nebeneffekt war allerdings, dass auch Düsseldorf die Stadtrechte erhielt.

Im Jahr A.D. 2004 fand die Schlacht von Worringen endlich von Neuem statt, in Form eines „Turniers“ bei den diesjährigen Ritterspielen auf Burg Satzvey an Pfingsten. Wie letztes Jahr wollten Lunula und ich natürlich hin, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Lunula konnte leider gut entschuldigt nicht, dafür war Railee mit ’ner netten Kollegin dabei, noch zwei Erwachsene, 1 Sohn à 10 Jahren und zwei hinreißende kleine Rabrülls im Zwillingsbabykinderwagen. Und jetzt diese 7 Leute unter einen Hut bringen. Mannomann! Wir kamen ca. 1 Meter pro Stunde vorwärts. Aber schließlich war ein wunderschöner Samstagnachmittag, kein Grund für Streß und kleine Rabrülls haben nunmal ganz andere Bedürfnisse als z.B. der Wikinger namens Borre.

Das Schöne an Satzvey ist immer wieder, dass sehr viele Besucher gewandet sind. Manche Leute auch wirklich grossartig, z.B. gab es da eine völlig faszinierend durchgestylte etwas rubenesque Grufti-Frau…..

Meine Erfahrung des letzten Jahres läßt es jetzt zu, dass Aussehen des mittelalterlichen Mannes genau zu bestimmen:

1. stark gefältetes weißes Baumwollhemd, ggf. mit Rüschen
2. schwarze (Leder-)Hose
3. Trinkhörnchen am Gürtel, ca. 0,1 l
4. blankes Schwert ohne Scheide
🙁

Dagegen konnte ich natürlich absolut nicht anstinken. Allerdings befürchte ich, dass ich (fast) der einzige Besucher war, der ein klitzekleines Bisschen Wert auf Authentizität legte….

Ja, und dann gab es auch noch die in Satzvey lagernden Wikinger. Die eine der beiden Gruppen war offenbar eine etwas barbarisierte Großfamilie. Hatte was von Kölner Hunnencamping. Ihr Nachwuchs hatte von Maschinengewehren und Heckler und Koch Katalogen völlig geschlechtsunspezifisch jedenfalls reichlich Ahnung.

Die Schlacht habe ich natürlich wie immer verpasst :-)) Elektronisch verstärkte Turniershows mit Geschichtenerzähler sind doof.