lebwohl Poi-Projekt

Lilja hat mich mit diesem Kommentar daran erinnert, dass da ja noch was war in meinem Blogleben…. aber der Reihe nach:

Anfang 2004 stieg ich ins aktive „Lagerleben“ ein, d. h. ich fuhr auf „Mittelaltermärkte“ und ähnliche Veranstaltungen als Teilnehmerin. Dort lernte ich u. a. eine nette Frau kennen, die Feuershows vorführte, und sah ihr beim Üben mit ihren Pois zu.
Für mich war das aus vielen Gründen faszinierend. Erstens sieht es super aus. Zweitens ist es sozusagen eine Variante des Jonglierens, bei dem nichts runterfallen kann, was für einen Blindfisch wie mich sehr interessant ist. Drittens ist es sehr angenehm gegen verspannte Rückenmuskeln.

Ich stieg also begeistert ins Poi-Schwingen ein und begann hier vollmundig ein Poi-Projekt auszurufen. Leider stieß ich bald auf mehrere ernüchternde Erkenntnisse:

  • Pois haben nichts, aber auch gar nichts mit europäischem Mittelater zu tun, sind somit im darstellenden Hobby nicht verwendbar.
  • Poischwingen ist nicht „bloggable“, wenn man nicht einen filmenden Assistenten hat und videobloggen will. Der Fortschritt eines Projekts, bei anderen Dingen (z. B. Herstellen von Kleidung u. dgl.) so geeignet zum Bloggen, lässt sich kaum beschreiben und kaum befriedigend abbilden. Postings wie „Hurra, ich kann Figur Soundso!“ sind irgendwie sinnfrei.
  • Zum Üben braucht man Platz, also am besten im Freien, ohne Hindernisse oder Passanten und bei akzeptabler Witterung… was die Übungsfrequenz stark einschränken kann.

Darum ist aus meinem Poi-Projekt nix geworden. Ich habe die K*widos noch, ich träume immer noch von etwas angenehmeren Modellen, ich werde sicher auch noch mal damit spielen… aber das Poi-Projekt in diesem Blog ist hiermit offiziell für beendet erklärt.

Besuchern, die auf der Suche nach Infos zum Thema hierher kamen, rate ich, die anderen Eintragungen auf ihrer Suchmaschinen-Liste auszuprobieren. Es gibt ein paar tolle Anleitungsseiten im Netz.