Tannenberg 2005 – Matsch fun!

Also, erst mal für Nicht-Eingewei(c)hte:
Die Burg Tannenberg gehört zur Gemeinde Nentershausen und liegt in der Gegend von Bad Hersfeld (Hessen). Hat mit der Schlacht von Tannenberg nix zu tun, die war woanders.
Traditionell (dieses Jahr zum zehnten Mal) findet am Wochenende um dem 3. Oktober dort ein Mittelalterlager statt, das nur an einem Tag für Publikum geöffnet ist, an den anderen Tagen ist „Familientreffen“…
Oben auf dem Berg ist eine Burg(ruine), die u. a. von den Einnahmen solcher Veranstaltungen liebevoll renoviert wird. Der Berg selber ist steil und bewaldet. Unterhalb gibt es eine Senke mit einer großen Wiese. Dort stehen dann die ganzen Lagerzelte. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, in der Burg und in nahegelegenen Ferienbungalows (unsportlich!) zu übernachten.

Tannenberg ist toll. Wie anders wäre zu erklären, dass dort immer so viele Leute hingehen, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass es regnet und kalt ist, um die Jahreszeit und in der Gegend nahe bei 100% liegt und der Boden aus rotbraunem Lehm besteht, der sich bei solchem Wetter rasch in eine Schlammwüste verwandelt und Kleidung und Zelte mit nicht auswaschbaren rotbraunen Rändern (bekannt als Tannenberger Schlammborte) ziert.

Und, wie war es diesmal?

Großartig war es. Es entsprach in allem der Tradition: Nette Leute, freundliche Orga, weicher Bodenbelag…

Aber der Reihe nach. Wir reisten Donnerstag nachmittag an, es war wechselnd wolkig mit sonnigen Abschnitten, fing aber sofort zu regnen an, als wir abgeladen hatten und Borre den Knörr wegfuhr (da der Platz begrenzt ist, müssen Fahrzeuge immer sofort nach dem Abladen wieder weg). Leider hatte man bis kurz vor unserer Ankunft die Wiese offenbar noch genutzt. Bevor es ans Aufbauen ging, musste nämlich noch eine erkleck(er)liche Anzahl von Kuhfladen weggeschippt werden (Loch buddeln, Kuhfladen rein, zuschippen, festtreten). Es waren seeehr viele Kuhfladen. Dank an die Kölner, die uns noch einen zusätzlichen Spaten liehen!
Der Freitag war dann sehr nett und gemütlich, tolles Wetter, es schien sogar zeitweise die Sonne. Nach und nach füllte sich der Platz, und auch die Letzten unseres Lagers trudelten ein und bauten auf.
Von Freitag Nacht bis Samstag Nacht regnete es dann allerdings ohn‘ Unterlass. Die traditionelle Schlammwüste fand also wieder statt, und auch das bald verteilte Stroh konnte nur bedingt helfen.
Das war aber nicht soo schlimm, immerhin hatten wir jede Menge Regendach, unter dem es sich gemütlich sitzen ließ.

Für Samstag um 14 Uhr hatte ich ein Treffen zum Nadelbinden angekündigt (an der Vogtei aka Grillhütte), und tatsächlich kamen trotz des Sauwetters zwei motivierte Menschen, die es lernen wollten. Nochmal dickes Lob an Melanie und Nesti!

Sonntag (der Publikumstag) und Montag war das Wetter dann wieder regenfrei. Allerdings hatte der Boden bereits so gelitten, dass leider nicht allzu viel Publikum kam. Schade.
Nun ja, alles in allem war es ein sehr gelungenes Tannenberg, vor allem dank der reizenden Gesellschaft, in der wir uns befanden. Und es wird noch nicht einmal das letzte Event dieses Jahr gewesen sein (dazu vielleicht bald mehr).