Zurück aus Eu (Teil I)

Tja, was soll ich sagen? Spitze wars. Schade, dass das Mobloggen nicht geklappt hat. War wohl der französische Provider nicht in der Lage.
Borre hat hier ja schon einiges erzählt – und wird sicher noch mehr erzählen. Und einige andere Leute haben auch schon Bilder ins Netz gestellt.

Deshalb sehe ich hier meine Blogistinnenpflicht darin, einen Teil vorzuziehen, den ich eigentlich erst bringen wollte, nachdem ich ganz viel von den vielen schönen Dingen erzählt hätte, die wir den ganzen Tag (von 11:30 bis 20 bzw. an Wochenenden 22 Uhr!) getan und den Besuchern vorgeführt haben, mit viel Liebe zum (authentischen) Detail…

Aber nun hat Polle eine tolle Bildergalerie ins Netz gestellt, und ich muss unbedingt drauf verlinken, weil sie so klasse ist und weil Polle zum Glück zwei gesellschaftliche Ereignisse „covert“, die ich nicht bzw. schlecht dokumentiert habe.

Die Galerie beginnt mit der Parade der Darsteller durch die Stadt Eu, in deren Verlauf an verschiedenen Stellen für Zeremonien angehalten wurde, insbesondere um die Verleihung des Herzogtums der Normandie an den Wikinger Rollo im Jahre 911 nachzuspielen (die Details zu Rollo überlass ich aber gern Borre, wennn er mag.) Danach kommen einige stimmungsvolle Bilder vom Lager.
Und dann… tja, es ist mir etwas peinlich, und die Leserinnen, denen immer die unauthentischen Details im Hintergrund auffallen, werden mal wieder … aber es muss sein *zusammenreiß*.

Also. Etwa in der Mitte der Veranstaltung gab man (nach Feierabend sozusagen) einen großen Grillabend für alle Darsteller, Mitwirkende und HelferInnen – und um die netten Leute von Eu zu überraschen, war auf Reenactorseite das Motto „Herr der Ringe“ ausgegeben worden.

Tja. Da hatten wir nun den Salat. Viele seehr ernsthafte Reenactors können ja noch den Staub von ihrer LARP-Kiste klopfen und die Elfenohren oder Ork-Keulen rausholen, aber was macht eine arme kleine ReEnActress, die ganz ohne Umwege zum authentischen Mittelalter gekommen ist? Schon lustig, da kämpft man jahrelang gegen das Vorurteil, Mittelalter und Fantasy seien irgendwie das gleiche und nun das… *gespielteverzweiflung*

Okay, ich hab mich dann als Hobbitin (Hobbiteuse?) verkleidet (unzureichend, da authentische Hobbitfüße nicht mehr aufzutreiben waren), aber das tut hier nichts zur Sache. Schaut Euch lieber mal an, was die anderen sich für tolle Sachen haben einfallen lassen, z. B. die Zwergin mit dem coolen BH oder die Ents (und es gibt DOCH Entfrauen!) oder die gruseligen Ringgeister. Es gab auch ganz Originelle, die gingen als Finger mit Ring, und besonders gefallen haben mir die beiden Königsstatuen vom Großen Fluss.
Der Abend kannte noch andere Freuden, die im Leben von Reenactors und im Zeitalter des Dosenpfands eher selten sind: genüssliches Getränkedosenzermatschen! Besonders effektvoll mit Holzschuh… (hallo Maddy!)

Also, denkt bitte nicht, dass wir die ganze Zeit so ausgesehen haben, aber lehnt Euch zurück und genießt die Show.

Noch ein Schmankerl zum Schluss für Freunde mittelalterlicher Kunst: Auf der genannten Galerieseite ist auch die Kathedrale von Amiens zu bewundern. Die Statuen und Mauern werden derzeit nachts angestrahlt, und zwar in genau den bunten Farben, die man in Resten der Bemalung daran gefunden hat. Ich war nicht dabei, aber sieht schon beeindruckend aus.

(Und keine Sorge, von mir kommen auch noch Bilder…)

Moblog

Test

Prima, der Moblog-Text hat geklappt. Das bedeutet, dass meine lieben Blog-Gäste vielleicht schon vor Ende August wieder von mir hören werden. Falls nämlich auch der französische Handy-Anbieter meine MMSe brav an twoday weiterleitet, könnte ich auch ein ganz klein bisschen von Eu aus bloggen….
Leider weiß ich selbst erst, obs geklappt hat, wenn ich wieder zurück bin. Hm.