Hey, die Socke hat ja ein Loch!

Haha. Damit versuchten mich diverse Nadelbindeunkundige zu foppen.

Es gibt mehrere Methoden, mit Nadelbindung Socken herzustellen. Eine davon geht so:
Man macht einen Schlauch (in diesem Fall habe ich von den Zehenspitzen aus angefangen und bis zur gewünschten Breite zugenommen). Wenn man an der Stelle angekommen ist, wo die Ferse hin soll, wird die notwendige Anzahl Maschen mit einer freien Maschenkette überbrückt, so dass ein Schlitz entsteht; anschließend wird der Rest des Schlauches fertiggestellt. Hier das Foto dazu:

Dies ist dann die Stelle, wo die lieben Mitmenschen komisch gucken und behaupten, da wär ein Loch drin. Dabei ist es doch ganz leicht zu verstehen, man muss die Socke nur auf die Seite drehen, dann ist das Prinzip gut zu erennen:

Danach werden dann die Maschen aus dem Loch aufgenommen und dann, wie z. B. auch bei einer Mütze, bis zur Spitze der Ferse abgenommen.
Leider hab ich mich bei der ersten Socke etwas verschätzt und zu langsam abgenommen, so dass sie nun „Sporen“ hat, wie man hier sieht:

Wie bereits berichtet, ist es ziemlich doof, nadelgebundene Objekte aufzuziehen. Also muss ich zu meinen Fehlern stehen. Macht aber nichts, angezogen fällt der Fehler kaum auf. Und bei der zweiten Socke versuche ich, es besser zu machen.

Neues von Nummer Fünf (grrr)

Um es gleich vorauszuschicken: Nummer Fünf lebt! Wer mein Blog aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass ich vier Nadelbindemützen lang gebraucht habe, um das mit dem passgerechten Herstellen und Filzen von Mützen zu üben.
Nunmehr gibt es eine fünfte gelbe Mütze. Das Foto spar ich mir jetzt, sie sieht ziemlich ähnlich aus wie die anderen, und dass sie nunmehr etwa die richtige Größe für Borres Kopf hat, würdet Ihr auf dem Bild eh nicht erkennen. Sie ist ein ganz kleines bisschen zu weit, aber das, dachte ich, kann ich ja beim Annähen der Fellverbrämung ausgleichen.

Die neue Herausforderung: Annähen von Fell

Ich besitze bereits einen etwa 5 cm breiten Streifen Fuchsfell, den ein freundlicher Händler bereits in dieser Form verkauft, so dass man selber keinen Fuchsbalg mehr zerlegen muss. Daraus maßen Borre und ich ein Stück in der Länge seines Kopfumfanges ab, gaben einen Zentimeter drauf und schnitten zu. Dann nähte ich erst mal an einer Seite des Streifens einen Leinenstreifen in der selben Größe und Breite an. Das stabilisiert und kann später von innen dagegen genäht werden, dann kratzt die Wolle auch nicht mehr so auf der Stirn.
Nachdem ich die beiden Streifen aneinander genäht hatte, schloss ich das Ganze zum Ring.

Bisschen Schwund is‘ immer…

…dieses bekannte Sprichwort bestätigte sich auch hier wieder einmal. Irgendwie passt der fertige Pelzring jetzt genau, ein bisschen spack (das ist kölsch, wir Schwäbinnen würden sagen: bhäb) allerdings, um Borres Haupt. Und das ist NICHT GUT. Wenn jetzt die dicke Wolle noch eingenäht wird, wird das Ganze dann nämlich definitiv ZU ENG SEIN!
Grmbl. Jetzt kann ich wieder von vorn anfangen. Zum Glück ist noch genug von dem Fellstreifen da…

P. S. Borre hat ein Foto von sich mit Pelzkranz gemacht, vielleicht zeigt er es euch mal?

P. S. 2: Ich habe Nr.1 bis 4 übrigens in Tannenberg zum Verkauf feilgeboten. Wollte aber keineR haben. Dieses Jahr war das Wetter tannenberguntypisch so, dass niemand kalte Ohren hatte… 🙂

Noch ein MA-Blog

Hab noch ein Mittelalter-Blog gefunden:
Medievalum
ist aber leider auf spanisch. Es scheint sich um aktuelle Meldungen aus der Mittelalterforschung zu handeln, und schöne Bilder gibt es auch. Mein Spanisch reicht allerdings leider zum Verständnis nicht aus.
Gefunden hab ich’s übrigens auf der Deutsche-Welle-Best-of-Blogs-Wettbewerb-Site, wo es bei „Best Topics“ nominiert ist. In der Kategorie „Best Design“ kann man Lyssa wählen.
Hey, ich finde ja auch, dass das Mittelalter das beste aller denkbaren Topics ist…