The Naked Being

Samstag: Kreditkartennutzung online abgelehnt. Irgendwas zickt. Naja, soll ja auch ohne gehen. Montag: Schon wieder. Woanders. Der Musik-Store weigert sich. Pleite.

Höchste Zeit, die Service-Hotline anzurufen. Die Wartemusik krächzt lang, eigentlich zu lang für Leute, die mit meinem Geld dealen. Naja, man muss nicht immer möppern. Ich frage den freundlichen Herrn – endlich geht wer dran – also, warum meine Karte gesperrt sei. Zur Sicherheit fragt er mich erst nach Kreditkartennummer, Geburtsdatum, Adresse und nach den ersten 3 Stellen meines Kontos. Professionell. Gefällt mir.

Der Herr kann mir direkt antworten. Die Karte sei überbucht, weil zwar ein größerer Betrag korrekt abgebucht worden sei, der betroffene Händler die ursprüngliche Reservierung aber nicht gelöscht habe. Der Betrag war quasi doppelt geblockt und ich war zahlungsunwürdig. Mir wurde übel, denn eine „hängende“ Zahlung hatte ich schon einmal versucht einem Händler zu erklären. Dessen Callcenter verstand kein Wort und hätte eh‘ nichts tun dürfen. Hatte der Händler danach halt einen Kunden weniger.

Aber weit gefehlt, mein freundlicher Herr von der Kreditkartenhotline erkennt nicht nur das Problem, sondern sieht auch, dass die eigentliche Zahlung getätigt worden war und hat sogar die Kompetenz, die überzählige Zahlungsreservierung zu löschen. „Es funktioniert wieder“, sagte er. „Moment“, sage ich, denn ich bin mit dem Browser noch im Store, „ich probiere es aus“. Neuer Kaufversuch. „Ah, sie sind im Musik-Store, 1,89 €“, sagt er. WOW! Ich war noch mitten in der Transaktion, der Store hatte noch gar nicht „OK“ gesagt.

Gruselig.

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