Jakobus

Der gehobene katholische Devotionalienhandel ist doch immer wieder schön und war heute in Maria Laach (muss man hin!) gerade recht, um meine Göttersammlung um einen wunderschönen schweren bronzenen Jakobus zu bereichern:



Man erkennt ihn übrigens gut an der Pilgermuschel über der Stirn…..

Restaurant-Tipps Stockholm / Värmdo / Sigtuna

Schon damit ich es selber nicht vergesse. Hier war es wunderschön, lecker und man muss unbedingt wiederkommen:

Stockholm:
Blå Porten
loc: 59.325383,18.096696
http://www.blaporten.com

Värmdö in den Schären:
Sjöstugan HB, Café
loc: 59.411618,18.494426
http://www.cafesjostugan.se

und in Sigtuna natürlich der Klassiker:
Tant Brun
loc 59° 36′ 58.54″ N 17° 43′ 16.53″ E
http://www.boo.com/sigtuna/restaurants/Tant_Brun
http://www.qype.com/place/66423-Tant-Bruns-Cafe-Sigtuna


EDIT: C. hat für Stockholm (Gamla Stan) unbedingt noch http://www.restaurangkrypin.nu empfohlen. Leider haben wir es nicht mehr dort hin geschafft.

Posamente

Konstantin hat ja – ein wertvolles Geschenk von Rieke, auf das er sehr stolz ist – ein kleines Posament auf der Stirnseite seiner roten Mütze aufgenäht. Posamente aus Metalldraht wurden z.B. in Birka (Unesco World Heritage Site!) gefunden und ursprünglich auf Kleidungsstücke genäht. Er war ganz begeistert, als er Posamente im Museum fand und wollte natürlich davor photographiert werden:

Hier ein Detail der sehr sehr feinen Originale aus Golddraht:


Literatur? Zum ersten Einstieg natürlich Birka III von Agnes Geijer ;-D

Valsgärde ….

ist neben Vendel wohl das bekannteste vendelzeitliche Bootsgräberfeld (übrigens z.T. wikingerzeitlich).


Im Gegensatz zu Vendel kann man in Valsgärde die Gräber – bzw. die Gruben, die die Ausgräber hinterlassen haben – auch sehen:


Für mich war Valsgärde heute aber die größte Sommerblumenwiese, die ich je gesehen habe. Auf dem Heidekraut liegen und träumen…..

… und ganz viele Blumenphotos machen 😉 (ganz unten kommt noch Text!)


 

Die Funde aus Valsgärde kann man übrigens im Gustavianum bestaunen (Photographieren strengstens verboten, man dankt) und nicht etwa im nur wenige Kilometer entfernten Gamla Uppsala.

Vendel!

Immerhin ist ja ein Teil der skandinavischen Eisenzeit nach Vendel benannt, die Vendelzeit (ca- 550 – 800 n.Chr.), die der Wikingerzeit vorausgeht. Aber was ist nun Vendel? Wohl ein Ort, aber die Reiseführer schweigen sich aus – offenbar kein berühmtes Museum. Irgendwo in Uppland vermutlich. Tatsächlich war auf der einen Karte „Vendel“ zu finden. Sehr gut ausgeschildert (höhö 🙁 ) und bei strömendem Regen fanden wir Vendel just in dem Moment, als ich endgültig wieder heim fahren wollte.

Also erstmal ist Vendel eine Kirche, Baubeginn 1310 n.Chr. Sie liegt malerisch auf einem Hügel zwischen hohen Bäumen (*MÜCKENSUMM*) innerhalb eines großen Kirchhofs, der mit seinen Toren und Gebäuden fast wie eine Burg wirkt.



Ca. 1880 n.Chr. hat man bei der Erweiterung des Kirchhofs die Bootsgräber entdeckt, nach denen die Vendelzeit benannt ist.



Hier sieht man die Stelle 🙂



Leider hatte die Kirche schon zu. In einem der Torhäuser gab es ein kleines Photomuseum zur aktuellen Kirchenrenovierung und den Vendel-Funden. Außerhalb des Kirchhofs kann man Kaffee trinken, eine Erinnerungssäule zur Ausgrabung finden, einen Grabhügel besuchen und ein kleines Besucherzentrum zur Vendelzeit gibt es auch……



Schön da! Das richtige für einen Sonntagnachmittagsausflug (etwas früher und bei etwas besserem Wetter).

Wo mag das wohl sein?

:O)

Übrigens lässt sich nachlesen (AUN 22), dass es mit der Belegbarkeit des heidnischen Tempels schlecht bestellt ist. Zwar ist man sich weitgehend einig, dass der Tempel wohl unter der Kirche gelegen hat, Ausschachtungen im 17. und 18. Jahrhundert haben den mittelalterlichen Boden der Kirche jedoch sehr weitgehend zerstört. An den wenigen erhaltenen Stellen wurden bei den Ausgrabungen in den zwanziger Jahren Pfostenlöcher aus dem Frühmittelalter gefunden. Leider zuwenig und zuweit auseinander liegend, um eine Gebäuderekonstruktion abzusichern. Es ist durchaus in Frage zu stellen, ob die Pfosten überhaupt zum selben Gebäude gehören. Mal ganz unbenommen der Frage, ob es sich um einen christlichen Vorgängerbau handelt oder um einen heidnischen Tempel.

Köttbullar

Wie immer, wenn ich in fremde Länder in Urlaub fahre, so auch in Schweden: Leckere Gyros-Dealer, Inder, Meckes und Balsamico-Pizza-Men – nur von der ach-was-wunder-wie-tollen einheimischen Küche keine Spur.

Und doch: Ein leicht angeranzter, aber wiederholt mein Bewusstsein penetrierender Wegweiser wies den Weg zu einem schnuckeligen kleinen Cafe direkt in den Schären mit einer Speisekarte zum Anbeißen und lokalem Ambiente (Lillsvedsvägen 108, Värmdö) und es gab:

Der deutsche Gourmet isst Köttbullar (Fleischklöße) mit Lingon (Preiselbeeren) und Pü bekanntlich bei Ikea. Wo wir notfalls die Tage auch hingefahren wären.

So ist der Ausblick natürlich *viel* schöner:

Ferien auf Saltkrokan *hachz*.

Die Frage, die bleibt, ist, ob Ikea eigentlich die Köttbullar erfunden hat – oder ob es umgekehrt war.

P.S.: Das Pü war übrigens frisch gestampft. Dass es sooowas heutzutage noch giiiebt!