Einmotten

Bei allerschönstem Wetter habe ich das ganze Wochenende im Keller verbracht. Putzen, schrubben, bürsten, ausschütteln, einweichen, waschen, ölen, schleifen, entmüllen, einräumen, …. Der große Reenactment-Winterputz.

Achja, leiden tun angeblich ja nur Männer 🙂

Würgs!

Insgesamt habe ich mit Besuchern von Veranstaltungen, auf denen ich Teilnehmer war, gute Erfahrungen. So unterschiedlich wie das Publikum auf verschiedenen Veranstaltungen auch sein kann, sind Leute, die sich schlecht benehmen, doch selten.

Auf einer Veranstaltung in diesem Jahr musste ich aber dann doch meine Hasserfahrung machen:

Nach einem halben Tag Performance war ich fix und fertig und zog mich in ein Veranstaltungsgebäude zurück, um eine halbe Stunde zu ruhen. Die meisten verbeikommenden Besucher ignorierten mich oder rätselten, ob ich „echt“ sei, was mich natürlich ein wenig fröhlich amüsierte.

Dann kam eine größere zusammengehörende Gruppe vorbei. Ein Mann – Typ rosa Schnäuzerdickschweinchen mit sonnigem Gemüt – griff mich heftig an den Bauch und amüsierte sich köstlich dabei.
Einen Moment später frug mich ein weiterer Mann aus der Gruppe- Typ intellektuelloider Brillenrandgucker im Anzug und mit sozialem Aufsteigerhintergrund -, ob ich wohl ein Hartz IV Empfänger sei. Schon klar, weil ich lag und ruhte war ich ein Hartz IV Empfänger und Hartz IV Empfänger sind sowieso alle faule Arbeitsverweigerer. Zum Kotzen.

Frisch zurückgekehrt zu meinem Stand kam eine Frau aus dieser Gruppe vorbei und sagte mir lachend, dass das eben doch sehr lustig gewesen sei (von wegen Dickschweinchen). Höflich frug ich sie, wie sie es wohl fände, wenn sie entspannt am Strand läge und ich vorbeikäme und ihr ordentlich fest an den Busen grapschen würde. Sie entgegnete nichts weiter und ging krampfhaft lachend weg. Immerhin, aus ihrer Gruppe kam niemand mehr vorbei.