Truhenbau

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende ja unbedingt Stoff färben. Da aber in der Post leider weder Farbstoffe noch Einkochtopf zu finden waren (*seufz*) habe ich Truhen gebaut. Hier der Plan:

Leider ist es mir nicht gelungen, das gewünschte Holz zu bekommen – die Betonung liegt hier auf „kein Leimholz“. Andererseits ist die Lage derzeit ziemlich verzweifelt: Für die nächste Veranstaltung fehlen Sitzgelegenheiten und unsere derzeitigen Transportkisten sind so schandbar, dass wir sie immer unter Decken verstecken müssen. Irgend etwas unerfreuliches lugt dann aber doch hervor, wenn man das Zelt aufmacht…..

Das nicht-so-tolle-Holz liegt seit Wochen im Keller, also dann eben doch.

Gerechnet hatte ich sehr gut, die Teile passten perfekt zusammen. Winkel ungleich 90 Grad entstanden am Rand unter dem Deckel (plattgeschliffen) und an den Füßen (ignoriert 🙂 ).

Ich habe ca. 6,5 cm lange geschmiedete norwegische Bootsbaunägel verwendet: Je 8 Stück an den Längsseiten zur Befestigung des Bodens, je 5 Stück an den Schmalseiten zur Befestigung des Bodens und je 6 zur Befestigung der trapezförmigen Vorderteile an den Seiten.

Entscheidend ist, dass für die Nägel vorgebohrt wird. Da die Bootsbaunägel auf ihrer ganzen Länge langsam schmaler werden, habe ich zum Vorbohren zwei verschiedene Bohrerstärken benutzt, damit a) die Nägel halten und b) das Holz nicht reißt: Die ersten 2 cm mit einem 4-er Bohrer und dann noch 4 cm mit einem 2,5-er Bohrer.

Bis auf die Deckel (werde wohl Lederstücke als Scharniere nehmen) sind die Transportkisten fertig und geölt.

Das Ergebnis gefällt mir gut, ist aber leider nicht obermäßig authentisch. Die Maße sind auf mein Auto abgestimmt :-). Ich nenne das Ergebnis also defensiv Transportkiste und nicht Wiki*gerkiste. Ich sachmal: Nicht für jede Veranstaltung geeignet, aber für die meisten.

Das Ganze in massiver Eiche wäre natürlich todschick, dann würde aber wohl der Unterboden auf der Fahrbahn schleifen.

Herzberg ’07

Back from Herzberg. Das Wetter war durchwachsen und Lunula lag am Donnerstag mit 39 Grad Fieber im Zelt. Trotzdem war es eine schöne Veranstaltung mit reichlich Gelegenheit, liebe Freunde und Bekannte zu treffen sowie festzustellen, dass Tempus Vivit wie ein dicht gewobenes geheimnisvolles Netz über dem Hobby liegt.

Heute morgen hat uns die freundliche Bäckerin in Breitenbach darauf hingewiesen, dass ein wirklich wunderschönes Bild von uns in der heutigen Ausgabe der Hersfelder Zeitung steht, das netterweise auch online verfügbar ist (hier in groß).

Die *ganz* kleine Dame im Körbchen heißt übrigens Haselheid.