Kessel dichtgekocht!

An Ostern war *endlich* Gelegenheit, unseren neuen plattengenieteten Kessel dichtzukochen. Ein Lob an Keitel, er tropfte kaum und war bald dicht.

Meine Schreckensvorstellung war ja, auf 8 Litern Haferschleim sitzen zu bleiben, oder ihn in die Büsche kippen zu müssen. Doch nein, an Ostern bestand die Möglichkeit, eine liebenswerte Horde verfressener Wikinger mit süßem Brei zu füttern, der sehr goutiert wurde!

Beim Einkochen:

Der Topf beim Trocknen:

Reliquienkasten der Heiligen Cordula

Am Samstag versuchten wir im eigentlich nicht schlecht sortieren Shop des Berliner Kulturforums den Merowingerkatalog (Moskauer Ausstellung) zu erwerben. Nachdem ich mich über die Kompetenz der Verkäuferin (Doof Nuss!) ordentlich künstlich aufgeregt und wieder abgeregt hatte, fiel mein Blick auf den Reliquienkasten der Heiligen Cordula aus Cammin im Shop (angebl. um 1100 n.Chr; Gipsabguss). Da lacht das Herz des Wikingers und windet sich der Auslösefinger in Krämpfen!

Middelalda vs. Living History?

Eine häufig vertretene These:

Es gibt zwei Hobbys – Middelalda (Faschingsprinzen, Gromi, Kostümsaufen,…) und „ernsthafte“ Living History.

Ich sehe das nicht so, da es jede Zwischenstufe und jeden Übergang gibt. Unabgrenzbar.

Es gibt Unterschiede in der Einstellung: Leute, die versuchen (mit unterschiedlicher Geschwindigkeit), ihre Darstellung immer belegbarer zu gestalten und Leute, die (irgendwo in der ganzen Bandbreite) stehenbleiben – ggf. ausdrücklich gewollt.

Viele Grüße
Borre

Torslunda und Schonen in Bonn

Gerade noch geschafft! Im Rheinischen Landesmuse*um in Bonn läuft noch bis zum 15.04.07 die Ausstellung „Von den Göttern zu G*tt – Frühes Christentum im Rheinland“. Zwar mag ich die Dauerausstellung des RLM überhaupt nicht, die Wechselausstellungen sind aber fast immer einen Ausflug wert – so auch diese.

„Frühes Christentum im Rheinland“ sagt es ja schon, das Hauptthema ist die spätrömische und fränkische Zeit. Genau als der Akku meiner Digicam versagte, fixierten meine Augen aber eine Vitrine mit einigen der berühmtesten Funde aus dem historischen Museum von Stockholm. Lunulas Digicam hat leider keinen manuellen Focus, so dass ich zwei dutzend mal auslösen musste, bis mir diese Aufnahme gelang:

Links die Modeln aus Torslunda (Vendelzeit), die möglicherweise zur Herstellung von Helmverzierungen dienten und rechts der große „Schonenhammer“ aus dem 10./11. Jhdt.!

Da Konstantin heute Geburtstag hat – seit genau zwei Jahren ist er dabei – haben wir ihn natürlich mitgenommen. So kamen wir mit einer Museumsangestellten ins Gespräch, die sich gleich an die Wikingergruppe von der großen Ausstellung „Wikinger im Rheinland“ erinnerte. Wir konnten der netten Dame mitteilen, dass wir diese sehr nette Gruppe gut kennen ….

Viele Grüße
Borre