Ministeriale, einfache Leute und eine Fischerin

Am Sonntag war es wieder höchste Zeit, das Museumsdorf Düppel zu besuchen. Nicht nur, dass wir dringend einen zweiten Tontopf zum Kochen brauchten (im Vertrauen: nicht ganz unsere Zeit, aber Qualität geht hier vor), sondern es hatten sich auch einige nicht ganz unbekannte 😉 Living History Gruppen angesagt. Zwar handelt es sich bei Düppel um ein wieder aufgebautes Dorf des 13. Jahrhunderts und die Gruppen stellten natürlich den selben Zeitraum dar, aber man ist ja schließlich nicht panisch wikingerfixiert :-).

Wie üblich habe ich mich vor den Waffenvorführungen weitgehend gedrückt, höchst interessant war aber insbesondere die gut und kompetent moderierte Modenschau:


Ministeriale

Unterbekleidung




Gut zu erkennen ist die Bruche mit den Beinlingen. Übrigens: In Haithabu wurden auch Beinlinge aus der Wikingerzeit ausgegraben.

Die slawische Fischerin




Dass sie slawischer Herkunft ist, lässt sich am besten an den Schläfenringen (hier sehr große) erkennen.

Und nicht zu vergessen: Die Musikvorführung (keine „Mittelalter-Band“!), Fischnetzherstellung, Gespräche über das Färben, Lunulas Demonstration eines Zwirnverfahrens, Teerschwelen,…..