Nachtrag I zu: „Der anachronistische Zug I: Das Trinkhorn“

Die Reenactment-Saison ist vorbei, die Museumssaison beginnt. Und schon stößt man, hier im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Bärlin, wieder auf Trinkhörner:

Glas-Trinkhorn, Anfang 5. Jahrhundert n. Chr, Nordfrankreich:


Hier ein wunderschönes Exemplar aus einem Fürstengrab Typ Lübsow (Dänemark und südl. Ostseeraum; ältere röm. Kaiserzeit):


Natürliche sind beide Hörner nicht wikingerzeitlich. Offenbar ist das Trinkhorn aber, zumindest als Statussymbol der Reichen und Mächtigen (Silber, Glas!), über viele Jahrhunderte nichts Ungewöhnliches gewesen.

 



Beiträge zur Krildenforschung XVII

Krildische Trinkhörner sind gut belegt (s.u. Abb. 3). T. Flachskopf (1997 ff.) zeigt, dass als sicher angenommen werden kann, dass sie als Aufbewahrungbehältnis für Schötelwasser dienten.
Mein ursprünglicher Artikel läßt sogar die afrikanische Herkunft bestimmter krildischer Königinnen (Watussi < krildisch Wa?-Tussi! < protokrildisch *Vtsî ) wahrscheinlich werden.


 

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