Lagerkessel

Der frisch eingetroffene Lagerkessel ist aus rostendem Stahlblech und fasst 6 Liter:

Benutzung wird ihn wohl schnell dunkel färben. Mir knurrt jetzt schon der Magen, obwohl auf Leckereien wie Tomaten, Paprika und Kartoffen, die aus Amerika stammen, verzichtet werden muss. Also eher Eier mit Speck und diverse Kornbreichen, vor denen es mich gar gruselte, als Lunula noch Hardcorevegetarierin war. Naja, man wächst mit seinen Aufgaben und baut Vorurteile ab. Aber Haferschleim kommt mir nicht in den Kessel!

Gußeisen gab es im Frühmittelalter übrigens noch nicht. Metallene Kessel waren entweder aus Blechplatten genietet,

oder aus einem einzigen Stück Metall getrieben. Zum Thema getriebene Kessel gibt es einen sehr interessanten Thread im Vikingnet.

Den genieteten Kessel auf dem Photo habe ich in Ribe erstanden und er will dieses Jahr endlich eingeweiht werden. Leider ist er zu klein, um eins Suppe führ mehrere hungrige Mäuler zu bereiten.

Alternativen zu metallenen Kessel bestehen aus Ton oder Speckstein, der insbesondere in Norwegen von den Wikingern anstelle des Tons genutzt wurde. Tontöpfe wurden zum Kochen auch direkt ins Feuer gestellt, was ich gerne mal ausprobieren würde. Lunula will ja Anteile an einem Brennofen erstehen…..

P.S.: Email zum Schutz von Oberflächen wird übrigens erst seit Ende des 19. Jahrhunderts eingesetzt – Emailtöpfe sind also Mega-Un-A 😉

3 Gedanken zu „Lagerkessel“

  1. Bevorzuge Emaille die andere schreibweise ist inzwischen anderweitig besetzt 🙂

    BTW: Der neue Kessel wirkt auch ein wenig un-A, aber vielleicht gibts ja noch ein Foto nach dem ersten Kornbrei/Eier-Speck-Pfannkuchen, ggf. sieht er ja dann schon wie der genietete aus.

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